Willkommen in Borgholz
Willkommen in Borgholz

Geschichte

Preußen und Deutsches Reich (1802–1918)

 

Auch die allgemeine Wehrpflicht wurde eingeführt. 16 Borgholzer, die zum Einsatz im französischen Russlandfeldzug gezogen wurden, galten im Herbst 1814 als gefallen oder vermisst. Nach der Niederlage Napoleons gerieten die ca. 1.100 Einwohner Borgholz’ im Jahre 1813 wieder unter preußische Herrschaft. Schon 1829 stellte ein Gerichtsurteil fest, dass Borgholz „[…] kaum den Namen einer Stadt […]“ verdiene. Ab 1841 fiel der Ort schließlich auch juristisch unter die neue Westfälische Landgemeindeordnung, so dass Borgholz spätestens ab diesem Zeitpunkt nur noch als Titularstadt bezeichnet wurde.

Die preußische Herrschaft in Borgholz endete mit der Niederlage des Deutschen Reichs im Ersten Weltkrieg, in dessen Verlauf auch 48 Borgholzer fielen.

 

Zweiter Weltkrieg

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde Borgholz am 14. Februar 1945 erstmals direkt angegriffen. An diesem Tag griffen Jagdbomber in zwei Wellen den Bahnhof Borgholz an. Bei diesem Luftangriff wurden mehrere deutsche und ein ungarischer Soldat getötet. Im April 1945 wurden Truppen der SS-Panzerbrigade Westfalen nach Borgholz gesandt, um die anrückenden US-Truppen aufzuhalten. Am 6. April 1945 wurde der Ort von Teilen der 3. US-Panzerdivision (Taskforce Welborn und Taskforce Lovelady) angegriffen. Amerikanische Panzer rückten langsam in den Ortskern vor, stießen jedoch auf teils heftigen Widerstand verschanzter SS-Truppen. Beide Seiten setzten im begrenzten Maße Artillerie ein. Die Gefechte dauerten einen ganzen Tag. Auf deutscher Seite kamen 12 Soldaten sowie ein Zivilist ums Leben. Nach US-Angaben fielen im Raum Borgholz 24 Soldaten. 44 Wohnhäuser und 14 landwirtschaftliche Gebäude wurden zerstört oder beschädigt. Dies markierte für Borgholz das Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem insgesamt 93 Borgholzer gefallen und 32 vermisst waren.

 

Quelle: Horst-D. Krus 1990: 700 Jahre Borgholz (1291–1991). Geschichte einer Landschaft im Hochstift. Stadt Borgentreich/Festausschuss 700 Jahre Borgholz: Borgentreich. ISBN 3-9801168-5-9]

 

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© Franz-Josef Wegener

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