Willkommen in Borgholz
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Geschichte

FÜRSTBISTUM PADERBORN (1291–1802)

 

Innerhalb der Mauern war aber noch viel freies Gelände für zukünftige Bauten in Reserve gehalten worden.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Borgholz mehrfach erobert. So wurde Borgholz im Jahre 1622 von den Truppen Christians von Braunschweig besetzt und, nach kurzzeitigem Verlust an die Kaiserliche Armee unter Führung Graf Anholts, zurückerobert. 1632 wurde die Stadt von hessischen Truppen besetzt und geplündert. Am Ende des Krieges 1648 hatte Borgholz noch ca. 400 Einwohner. Die Zerstörung aller Stadtarchive während des Krieges macht eine genaue Rekonstruktion der Ereignisse jedoch unmöglich.

1756 begann der Siebenjährige Krieg und traf Borgholz hart, sowohl durch Truppeneinquartierungen als auch durch größere militärische Auseinandersetzungen im Warburger Land. Während des Verlaufs des Krieges waren Soldaten verschiedener Nationen und Kriegsfraktionen im Dorf untergebracht und mussten von der Bevölkerung versorgt werden. An 1758 quartierten sich in Borgholz Braunschweiger, Franzosen, Hannoveraner, Hessen, Nassauer und Preußen ein. Nach dem Sieg der Briten (in Koalition mit mehreren deutschen Fürsten) in der Schlacht bei Warburg errichtete der britische General Granby 1760 in Borgholz sein Hauptquartier. Die Bevölkerung wurde gezwungen, die Truppen zu versorgen. Erst 1763, am Ende des Krieges, zogen die britischen Truppen ab.

Preußen und Deutsches Reich (1802–1918)

In Reaktion auf den Friede von Lunéville marschierte Preußen im August 1802 in das Hochstift Paderborn ein und beendete dessen Existenz als selbständiger Staat. Damit wurde auch Borgholz Teil Preußens. Die Niederlage des preußischen Königs im Krieg mit Frankreich 1806 führte zum Frieden von Tilsit, durch den die westelbischen Gebiete 1807 den Franzosen zugesprochen worden. Die französische Herrschaft ging sowohl mit hohen Abgabenlasten als auch mit Modernisierungen einher, etwa der Abschaffung ständischer Privilegien.

[Quelle: Horst-D. Krus 1990: 700 Jahre Borgholz (1291–1991). Geschichte einer Landschaft im Hochstift. Stadt Borgentreich/Festausschuss 700 Jahre Borgholz: Borgentreich. ISBN 3-9801168-5-9]

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© Franz-Josef Wegener

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